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Die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT)

Begonnen von El Gato, 28.05.2025, 10:47:24 CEST

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TierarztkostenTabelle

El Gato

Die Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte (GOT) in Deutschland ist eine rechtsverbindliche Verordnung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), die die Abrechnung tierärztlicher Leistungen regelt. Hier die wichtigsten Infos:

Gültigkeit und Rahmen: 
  • Die GOT gilt bundesweit für alle praktizierenden Tierärzte, einschließlich Kliniken und telemedizinischer Leistungen. Sie wurde zuletzt am 22. November 2022 umfassend novelliert, die erste große Überarbeitung seit 1999.
  • Sie legt Mindest- und Höchstsätze für rund 1.006 tierärztliche Leistungen fest, z. B. Untersuchungen, Impfungen, Operationen oder Diagnoseverfahren


Gebührensätze:

  • Tierärzte können Leistungen nach dem 1- bis 3-fachen Satz abrechnen, im Notdienst (Nachts, an den Wochenenden und Feiertagen) bis zum 4-fachen Satz.
  • Der einfache Satz ist der Mindestpreis, der nicht unterschritten werden darf. Der dreifache (bzw. vierfache im Notdienst) ist die Obergrenze, es sei denn, es wird vorab schriftlich eine höhere Gebühr vereinbart.
  • Beispiel: Eine allgemeine Untersuchung mit Beratung kostet beim 1-fachen Satz ca. 23,62 €, beim 3-fachen Satz ca. 70,86 €, im Notdienst bis zu 94,48 € (zzgl. 50 € Notdienstgebühr).


Faktoren für die Satzhöhe: 

  • Die Wahl des Satzes hängt von Schwierigkeitsgrad, Zeitaufwand, örtlichen Gegebenheiten (z. B. höhere Mieten in Städten), Tierart, Wert des Tieres oder besonderen Umständen wie Notdiensten ab.
  • Komplexe Behandlungen, unkooperative Tiere oder moderne Diagnostik (z. B. Ultraschall, Röntgen) rechtfertigen höhere Sätze.


Zusätzliche Kosten:

  • Neben den GOT-Gebühren fallen Kosten für Material, Medikamente, Laboruntersuchungen und 19 % Mehrwertsteuer an, die nicht in den Gebührensätzen enthalten sind.
  • Notdienstgebühr: 50 € netto pro Fall, unabhängig von der Anzahl behandelter Tiere. Diese kann in Ausnahmefällen entfallen.


Ziel der GOT: 

  • Sie sorgt für Transparenz und schützt Tierhalter vor überhöhten Preisen, während Tierärzte eine angemessene Vergütung erhalten.
  • Die Novelle 2022 berücksichtigt gestiegene Praxis- und Personalkosten sowie moderne tiermedizinische Verfahren, um die Qualität der Versorgung und den Fortbestand von Praxen zu sichern.


Kritik und Reaktionen:

  • Die Preiserhöhungen (durchschnittlich 20–30 %) haben bei Tierhaltern für Kritik gesorgt, da Behandlungen teurer geworden sind. Eine Petition mit 132.000 Unterschriften forderte 2023/2024 vergeblich eine Überarbeitung der GOT.
  • Besonders Landwirte und Haustierbesitzer klagen über finanzielle Belastungen, was die Sorge weckt, dass Tiere seltener behandelt werden könnten.


Tipps für Tierhalter:

  • Vor Behandlungen nach dem GOT-Satz und voraussichtlichen Kosten fragen. Eine Kostenschätzung ist bei Nicht-Notfällen oft möglich.
  • Rechnungen müssen detailliert aufgeschlüsselt sein. Bei Unklarheiten haben Sie das Recht auf Erklärung oder Prüfung.
  • Eine Tierkrankenversicherung kann helfen, Kosten abzufedern, oft bis zum 4-fachen Satz.

Tigger, Micky, Lilly und Sugar im Herzen ❤️

pelzi

Woran sieht man eigentlich bei einer Rechnung nach welchen GOT-Satz abgerechnet wurde?

El Gato

#2
Hier ist eine Tabelle mit Beispielen von Tierarztkosten für Katzen basierend auf der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) in Deutschland (Stand 2022). Die Kosten sind netto (zzgl. 19 % MwSt.) und orientieren sich an den Gebührensätzen (1-fach, 2-fach, 3-fach, im Notdienst bis 4-fach). Die Notdienstgebühr von 50 € netto ist separat ausgewiesen. Die Preise sind gerundet und können je nach Tierarztpraxis, Region oder Komplexität leicht variieren.




Wichtige Hinweise:

  • Zusätzliche Kosten: Zu den GOT-Gebühren kommen oft Kosten für Medikamente, Verbrauchsmaterial, Narkose oder Labordiagnostik hinzu. Diese variieren stark (z. B. Antibiotika: 10–50 €, Narkose: 30–150 €).
  • Notdienst: Leistungen im Notdienst (nachts, Wochenenden, Feiertage) dürfen bis zum 4-fachen Satz abgerechnet werden, zzgl. der pauschalen Notdienstgebühr von 50 € netto.
  • Regionale Unterschiede: In Städten mit höheren Lebenshaltungskosten (z. B. München) wird oft der 2- oder 3-fache Satz berechnet, während ländliche Praxen eher den 1- oder 2-fachen Satz wählen.
  • Transparenz: Tierärzte müssen die Rechnung detailliert aufschlüsseln. Bei Fragen zur Abrechnung kann man eine Erklärung verlangen.
  • Kostenschätzung: Vor geplanten Behandlungen (z. B. Kastration) kann man eine Kostenschätzung anfordern.

Tigger, Micky, Lilly und Sugar im Herzen ❤️

El Gato

Zitat von: pelzi in 28.05.2025, 10:55:47 CESTWoran sieht man eigentlich bei einer Rechnung nach welchen GOT-Satz abgerechnet wurde?

Ich habe mir gerade einige Rechnungen in diesem Thread angesehen und nichts dazu gefunden. Vielleicht lag es daran, daß keine Rechnung von einer Behandlung im Notdienst dabei war?  :gruebel:

Eigentlich sollte der GOT-Satz auf der Rechnung angegeben sein, z. B. als ,,1-fach", ,,2-fach", ,,3-fach" oder ,,4-fach" neben der Leistung oder in einer separaten Spalte. Alternativ kann der Tierarzt den Faktor (1x, 2x, 3x, 4x) explizit in der Rechnung vermerken.


Tigger, Micky, Lilly und Sugar im Herzen ❤️

Rosi

Ich muss gestehen,das ich früher,leider mir hab alles erklären lassen,für was ich bezahle.
Transparent sind leider nicht alle TÄ. >:(
Ich kann verstehen,das sie maaal erhöhen müssen,aber so exorbitant?Die Tiere sind die Leidtragenden,da weniger zum TA gegangen wird. :(
Ich muss aber auch sagen,das ich ja nun Katzen hatte,mit vielen Baustellen,welche ich natürlich nicht unbehandelt ließ.Und da wurden auch nicht extra Unterlagen etc berechnet.
Wie es heute ist,das weiß ich nicht,da ich seitdem kein Tier mehr hatte.Mein letzter Pflegi fiel noch nicht unter die GOT.(war auch gesund) :D
Mir stellt sich die Frage:
Warum 1-3fach??
Katze nach Gewicht berechnen??Oder...

Warum muss man es so kompliziert machen,und warum so unterschiedliche Differenzen bei den TÄ?
Klar,es ist gut,wenn man Auswahl hat,nur sind dann diese TÄ überlaufen.
Sie hätten doch auch viel mehr davon,wenn man weniger berechnet und dafür mehr Kunden kommen,dann verteilt sich das besser in den Städten..(Spricht sich ja rum)

Diese Logik erschliesst sich mir leider nicht.


Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht
denken. Verfasser unbekannt.